Elektro Kleinstwagen – Rechnet sich Elektromobilität in 2019?

Gewinnt leider nicht den Preis in sexiest Elektrofahrzeug alive, aber ES FÄHRT 🙂

PS: Das „Internet“ www gibt es erst seit 1996. D.h. das Fahrzeug hatte keine Chance in der Mainstream Presse für Furore zu sorgen.

Elon Musk: Electric Cars are more efficient

Der wichtigste Satz von Elon ist eigentlich: „if something is not sustainable it is going to end“

D.h. wenn etwas nicht nachhaltig ist, dann wird es enden. Man kann davon ausgehen, dass das fossile Zeitalter (so oder so) in diesem Jahrhundert endet, weil es keine erneuerbare Energie-Ressource ist.

Elon sagt: Solar-Energie ist eigentlich die Nutzung von Fusions-Energie (Sonne) und wenn man nur einen kleinen Teil davon nutzen kann, ist es immer noch genug.

Elon sagt zum Thema Klimawandel durch CO2: Selbst wenn CO2 gut für die Umwelt wäre – es wäre immer noch effizienter Erdgas zentral zu Verbrennen in Strom umzuwandeln und elektrisch zu fahren.

Er geht hierbei von der Effizienz einer Gasturbine aus.

Zur reinen Strom-Erzeugung (gemessen ohne Abwärmenutzung) kann eine Gas-Trubine einen  Wirkungsgrad von 62.22% erreichen (Quelle: Wikipedia)

Beispiel: 605 MW General Electric 9HA

statt einen Otto-Motor zu fahren, welcher im besten Fall 44% Effizienz hat.

Ein Blockheizkraftwerk ist (meistens) auch nur ein Otto-Motor dessen Abwärme zusätzlich zum Heizen genutzt wird (und das ist auch absolut sinnvoll)

D.h. zur reinen Strom-Erzeugung ist ein Kolben-Motor (egal ob mit Gas oder mit Benzin betrieben) mit einem Wirkungsgrad von 25-44% c.a. 20% schlechter als eine Gas-Turbine, Quelle: Wikipedia.

Im Winter ist zusätzliche Abwärme natürlich eine super Heiz-Funktion, aber im Sommer über 25 Grad eher nicht.

D.h. elektrische Mobilität macht umso mehr Sinn umso wärmer der Planet/das Land ist, in welchem man fahren möchte.

Ein Renault Twizy lädt mit 2000Watt c.a. 3.5h d.h. 8kWh und kann damit effektiv 50km fahren.

D.h. 16kWh auf 100km.

Es ist klar, dass der Volvo (schwerer und heizt im Winter auch schön warm) mehr Energie verbraucht (theoretisch 5L Diesel auf 100km, vermutlich eher mehr)

Es geht eigentlich darum aufzuzeigen, dass selbst durch Verluste während der Batterie-Ladung, der Twizy „faktisch“ ein Energie-Äquivalent von 2L Benzin auf 100km verbraucht – bei natürlich weniger Komfort (speziell im Winter) – aber ja es ist vermutlich eines der effizientesten Fortbewegungsmittel die zur Zeit überhaupt existieren.

Ob „der Markt“ die Komfort-Einbussen toleriert, ist nicht klar. Mir macht der Karren auch liebevoll „das Gokart“ genannt jedenfalls Spaß.

Das WICHTIGSTE ARUGMENT: Wartungskosten

hat nicht mal Elon Musk auf dem Schirm: die geringen Wartungskosten eines Stromers.

Der GROSSE Unterschied zwischen Verbrenner und Elektroauto sind die geringeren Wartungskosten.

Am Renault Twizy mit seinen bisher 38.000 gefahrenen Kilometern (seit c.a. 8 Jahren) sind c.a. 1500€ Wartungskosten angefallen.

Einmal ist die Handbremse kaputt gegangen und man hat (präventiv) die Flüssigkeit der Gearbox gewechselt 1000€, einmal musste die Starter-Batterie (der hat tatsächlich zusätzlich zur Fahr-Batterie eine Start-batterie?) ersetzt werden 500€.

That’s it!

Ich wage zu Behaupten das so gut wie JEDER „Verbrenner“ auf Wartungskosten von c.a. 1000€ im Jahr kommt, in 8 Jahren 6500€ gespart.

400km theoretical range! wow!

… wobei die neue Version durchaus hübscher ist als die Alte 🙂 (HAUPTSACHE ET FÄHRT! UND ES REGNET NICHT HINEIN:)

Quelle der Bilder: Das Video mit der etwas depressiven Mucke X-D

Aber trotzdem cool!

Im Gegensatz zu einem Renault Twizy hat es sogar SEITENSCHEIBEN! HURRAY!

„Der Hotzenblitz ist ein deutsches Elektroauto, das von 1993 bis 1996 produziert wurde. Es wurde von der 1990 gegründeten Hotzenblitz Mobile GmbH & Co. KG in Ibach im Hotzenwald entwickelt und von der Hotzenblitz Thüringen Mobile GmbH in den Fertigungshallen der Suhler Fahrzeugwerk GmbH[1] im thüringischen Suhl produziert.

Er ist der erste und war bis zum Verkaufsstart des BMW i3 im November 2013 der einzige Personenkraftwagen, der in Deutschland ausschließlich als Elektrofahrzeug entwickelt, in Serie produziert und an Kunden verkauft wurde.“ (src: wikipedia.org)

electric max speed 180km/h 😉

4h charging time, 6€ for 250km range.

Aptera

max speed 144km/h

1x charge range: 160 km (100 miles) at 120km/h, 2x passangers, aircondition on and lights on

Rechnet sich Elektromobilität?

Eines wird die elektrische Mobilität immer kosten: Strom.

Woher sollen die vielen kWh kommen?

Wind, Sonne, Wasser… speziell der norddeutsche Wind liefert VIEL MEHR STROM als die Netzbetreiber, Tennet und Co überhaupt LEITEN können!

s.h. dazu Startup Sonnen GmbH: https://youtu.be/a5DESldsCcI?t=687

Elektro vs Benziner in 2019: Was kostet mehr?

Ich habe mal eine kleine Überschlagsrechnung veranstaltet: ein min-mini-Elektroauto wie der Renault Twizy braucht 8kWh pro Ladung (ein Tesla braucht das 10x fache, hat aber natürlich auch viel mehr Komfort)

D.h. wenn man da 3-4 Tage pro Woche fahren möchte, wäre meine Rechnung:

  • 4 Tage pro Woche eine Fahrt 40km hin 40km zurück (das schafft der Twizy effektiv bei Vollgas 80km/h und Licht)
    • Laufleistung: 80km*192Tage = 15360km pro Jahr
  • der Monat hat 4 Wochen, 4*4=16 Tage pro Monat
  • *12=192 Tage im Jahr
  • hin und zurück d.h. zwei Ladungen pro Tag *2=384 Ladungen
  • je *8kWh pro Jahr sind schon 3072kWh pro Jahr für den Twizy, für welchen es zwar sogar Winterreifen gibt, aber weder Heizung noch Seitenscheiben hat (eher ein GoKart) und auch sonst keinen Komfort bietet. (hart gefedert, liegt gut in der Kurve, aber für den Rücken vermutlich nicht ganz so gut)

Ein vergleichbarer Benziner würde vermutlich auch mit Sprit-kosten von c.a. 1000€ im Jahr zu Buche schlagen.

3000kWh*0.29€ = 870€ pro Jahr für Strom für 15000 gefahrene km pro Jahr

Dazu kommen 70€ pro Monat Batterie-Miete, 12*70=1710€ pro Jahr mit dem Renault Twizy.

Zum Vergleich ein Benziner mit einem geschätzten Verbrauch von 8L Benzin pro 100km bei einem angenommenen Benzinpreis von 1.50€ pro 1L (das ist ein in Deutschland durchaus realistischer Wert, aktuell sind es sogar noch weniger, ÖlPreis und US-Fracking sei „Dank“)

15000/100*8*1.50=1800.00€ pro Jahr an Sprit kosten für einen durchschnittlichen Benziner.

Fazit:

Was die Energie/Sprit-Kosten an geht kann der Twizy trotz Batterie-Leasing das „Rennen“ mit c.a. 100€ Vorsprung pro Jahr knapp für sich entscheiden (wenn der Strompreis nicht weiter explodiert oder man den Strom sowieso via PV selbst macht).

Der Komfort und auch die Sicherheit, sind leider natürlich sehr spartanisch, vergleichbar mit einem GoKart mit Frontscheibe.

Trotzdem ist es beeindruckend, was man in so einen Twizy alles hineinbringt, 2x Menschen und mehr X-D

Und: Jetzt kommt es – der große Unterschied zwischen Verbrenner und Elektroauto sind die geringeren Wartungskosten.

Da ein Elektroauto keinen Ölwechsel oder sonstigen Riemenwechsel braucht, kann man gut und gerne 600€ (oder in meinem Fall 1000€) im Jahr Wartungskosten sparen.

Ganz wartungsfrei war der Twizy auch nicht – in den 8 Jahren Betrieb musste einmal die Handbremse repariert werden (1000€) und einmal die Starter-Batterie getauscht werden (450€).

Tesla schafft Wartungsintervalle ab: (bis auf Bremsflüssigkeit-Check alle 2 Jahre: https://www.golem.de/news/kostensenkungen-tesla-schafft-serviceintervalle-ab-1903-140180.html

Weitere Modelle: Renault Twizy – the electric go cart

eGo

Mercedes ist schon 2011 mit Wasserstoff um die Welt gefahren um die Alltagstauglichkeit dieser Technologie zu demonstrieren – was ist seit dem passiert? NICHT VIEL.

https://www.mercedes-benz-fuelcell.com/aktuelles-leser/mercedes-benz-f-cell-world-drive

https://www.derwesten.de/auto/mercedes-glueckt-weltumrundung-im-brennstoffzellen-auto-id4717640.html

Genial! Elektroauto als Haus-BatterieSpeicher!

Bi directional „vehicle-to-home (V2H)“ nennt sich das Feature des Nissan LEAF welches es möglich macht, den Eleketro-Auto-Batterie-Speicher auch für das Haus zu nutzen. (Quelle: cleantechnica.com)

Dass das funktioniert, müsste der LEAF an einem entsprechend vorbereiteten Haus mit PV-Anlage am besten um die Mittagszeit stehen und nur Morgens oder Abends gefahren werden bzw. dann soviel Rest-Kapazität übrig haben um das Haus über die Nacht zu bringen.

D.h. eigentlich müsste der Arbeitgeber eine große PV-Anlage haben, welche die Elektroautos aller Arbeitnehmer während der Mittagszeit auflädt.

Hoffen wir, dass es genug Arbeitgeber gibt, welchen das ein wichtiges Thema ist.

Links:

https://www.zsw-bw.de/

https://www.maschinenbau.rwth-aachen.de/cms/Maschinenbau/Forschung/Einrichten/Projekthaeuser/~kklz/ZEP/

Der Strompreis ist wirklich DER HORROR aktuell in Deutschland! Woran liegt es?

2009: 23,2 Cent pro 1kWh

2019: 30,5 Cent pro 1kWh

+ 30% in 10 Jahren!

oder:

+3% pro Jahr (Quelle: stromauskunft.de)

  • Auf der anderen Seite ist aber der Börsenstrompreis in Leipzig so niedrig wie nie zuvor.
  • Sollten die Stromversorger die gesunkenen Einkaufspreise an die Endkunden weitergeben, dann werden sich die Strompreise im kommenden Jahr für Endkunden nicht ganz so stark erhöhen.
  • Tun Sie das nicht, so wird Strom im Jahr 2017 durch die höhere EEG – Umlage sowie die Netzentgelte deutlich teurer.“ (Quelle: stromauskunft.de)

„Wir haben eine neue Studie mit dem Namen „Strompreise in Deutschland“ erstellt und dort die Preise für über 6000 Städte analysiert. Dabei haben wir u.a. festgestellt, dass entgegen der Darstellung in vielen Medien („Die Strompreise sind im Höhenflug“, „Schon wieder wird’s teurer“, „Auf Verbraucher wartet ein nächster Strompreisschock“) die Preise in den letzten 4 Jahren kaum gestiegen sind.

Häufig wird in solchen Berichten dann darauf verwiesen, dass die Energiewende durch die EEG – Umlage daran Schuld sei, dass Verbraucher jetzt mehr für Strom zahlen müssen. Das stimmt aber gar nicht, denn die Preise sind in den letzten 4 Jahren kaum gestiegen, obwohl sich der Anteil des Staates deutlich vergrößert hat. Im Gegenzug sind aber die Beschaffungspreise für die Versorger an der Strombörse in Leipzig gefallen.“

https://plus.google.com/115370714513283173392

Zur Studie: https://www.stromauskunft.de/strompreise/

Die Süddeutsche hat das jetzt mal aufgegriffen.
http://www.sueddeutsche.de/geld/energiewende-stagnierende-preise-1.3479221

Erdölverbrauch der Menschheit erstmals auf 100 Millionen Barrel – PRO TAG gestiegen!

…ein Barrel/Fass hält 159 Liter d.h. die Menschheit verheizt 15.900.000.000 ~ 16 Milliarden Liter Erdöl PRO TAG! (Quelle: geographical.co.uk)