Hotzenblitz Elektroauto – Rechnet sich Elektromobilität in 2019?

Gewinnt leider nicht den Preis in sexiest Elektrofahrzeug alive, aber ES FÄHRT 🙂

PS: Das „Internet“ www gibt es erst seit 1996. D.h. das Fahrzeug hatte keine Chance in der Mainstream Presse für Furore zu sorgen.

400km theoretical range! wow!

… wobei die neue Version durchaus hübscher ist als die Alte 🙂 (HAUPTSACHE ET FÄHRT! UND ES REGNET NICHT HINEIN:)

Quelle der Bilder: Das Video mit der etwas depressiven Mucke X-D

Aber trotzdem cool!

Im Gegensatz zu einem Renault Twizy hat es sogar SEITENSCHEIBEN! HURRAY!

„Der Hotzenblitz ist ein deutsches Elektroauto, das von 1993 bis 1996 produziert wurde. Es wurde von der 1990 gegründeten Hotzenblitz Mobile GmbH & Co. KG in Ibach im Hotzenwald entwickelt und von der Hotzenblitz Thüringen Mobile GmbH in den Fertigungshallen der Suhler Fahrzeugwerk GmbH[1] im thüringischen Suhl produziert.

Er ist der erste und war bis zum Verkaufsstart des BMW i3 im November 2013 der einzige Personenkraftwagen, der in Deutschland ausschließlich als Elektrofahrzeug entwickelt, in Serie produziert und an Kunden verkauft wurde.“ (src: wikipedia.org)

electric max speed 180km/h 😉

4h charging time, 6€ for 250km range.

Aptera

max speed 144km/h

1x charge range: 160 km (100 miles) at 120km/h, 2x passangers, aircondition on and lights on

Rechnet sich Elektromobilität?

Eines wird die elektrische Mobilität immer kosten: Strom.

Woher sollen die vielen kWh kommen?

Wind, Sonne, Wasser… speziell der norddeutsche Wind liefert VIEL MEHR STROM als die Netzbetreiber, Tennet und Co überhaupt LEITEN können!

s.h. dazu Startup Sonnen GmbH: https://youtu.be/a5DESldsCcI?t=687

Elektro vs Benziner in 2019: Was kostet mehr?

Ich habe mal eine kleine Überschlagsrechnung veranstaltet: ein min-mini-Elektroauto wie der Renault Twizy braucht 8kWh pro Ladung (ein Tesla braucht das 10x fache, hat aber natürlich auch viel mehr Komfort)

D.h. wenn man da 3-4 Tage pro Woche fahren möchte, wäre meine Rechnung:

  • 4 Tage pro Woche eine Fahrt 40km hin 40km zurück (das schafft der Twizy effektiv bei Vollgas 80km/h und Licht)
    • Laufleistung: 80km*192Tage = 15360km pro Jahr
  • der Monat hat 4 Wochen, 4*4=16 Tage pro Monat
  • *12=192 Tage im Jahr
  • hin und zurück d.h. zwei Ladungen pro Tag *2=384 Ladungen
  • je *8kWh pro Jahr sind schon 3072kWh pro Jahr für den Twizy, für welchen es zwar sogar Winterreifen gibt, aber weder Heizung noch Seitenscheiben hat (eher ein GoKart) und auch sonst keinen Komfort bietet. (hart gefedert, liegt gut in der Kurve, aber für den Rücken vermutlich nicht ganz so gut)

Ein vergleichbarer Benziner würde vermutlich auch mit Sprit-kosten von c.a. 1000€ im Jahr zu Buche schlagen.

3000kWh*0.29€ = 870.00€ pro Jahr für Strom für 15000 gefahrene km pro Jahr

Dazu kommen 70€ pro Monat Batterie-Miete, 12*70=1710€ pro Jahr mit dem Renault Twizy.

Zum Vergleich ein Benziner mit einem geschätzten Verbrauch von 8L Benzin pro 100km bei einem angenommenen Benzinpreis von 1.50€ pro 1L (das ist ein in Deutschland durchaus realistischer Wert, aktuell sind es sogar noch weniger, ÖlPreis und US-Fracking sei „Dank“)

15000/100*8*1.50=1800.00€ pro Jahr an Spritkosten für einen durchschnittlichen Benziner.

Fazit:

Was die Energie/Sprit-Kosten an geht kann der Twizy trotz Batterie-Leasing das „Rennen“ mit c.a. 100€ Vorsprung pro Jahr knapp für sich entscheiden (wenn der Strompreis nicht weiter explodiert oder man den Strom sowieso via PV selbst macht).

Der Komfort und auch die Sicherheit, sind leider natürlich sehr spartanisch, vergleichbar mit einem GoKart mit Frontscheibe.

Trotzdem ist es beeindruckend, was man in so einen Twizy alles hineinbringt, 2x Menschen und mehr X-D

Und: Jetzt kommt es – der große Unterschied zwischen Verbrenner und Elektroauto sind die geringeren Wartungskosten – da ein Elektroauto keinen Ölwechsel oder sonstigen Riemenwechsel braucht, kann man gut und Gerne fast 600€ im Jahr Wartungskosten sparen.

Ganz Wartungsfrei war der Twizy auch nicht – in den 8 Jahren Betrieb musste einmal die Handbremse repariert werden (1000€) und einmal die Starter-Batterie getauscht werden (450€).

Mercedes ist schon 2011 mit Wasserstoff um die Welt gefahren um die Alltagstauglichkeit dieser Technologie zu demonstrieren – was ist seit dem passiert? NICHT VIEL.

https://www.mercedes-benz-fuelcell.com/aktuelles-leser/mercedes-benz-f-cell-world-drive

https://www.derwesten.de/auto/mercedes-glueckt-weltumrundung-im-brennstoffzellen-auto-id4717640.html

Der Strompreis ist wirklich DER HORROR aktuell in Deutschland! Woran liegt es?

2009: 23,2 Cent pro 1kWh

2019: 30,5 Cent pro 1kWh

+ 30% in 10 Jahren!

oder:

+3% pro Jahr (Quelle: stromauskunft.de)

  • Auf der anderen Seite ist aber der Börsenstrompreis in Leipzig so niedrig wie nie zuvor.
  • Sollten die Stromversorger die gesunkenen Einkaufspreise an die Endkunden weitergeben, dann werden sich die Strompreise im kommenden Jahr für Endkunden nicht ganz so stark erhöhen.
  • Tun Sie das nicht, so wird Strom im Jahr 2017 durch die höhere EEG – Umlage sowie die Netzentgelte deutlich teurer.“ (Quelle: stromauskunft.de)

„Wir haben eine neue Studie mit dem Namen „Strompreise in Deutschland“ erstellt und dort die Preise für über 6000 Städte analysiert. Dabei haben wir u.a. festgestellt, dass entgegen der Darstellung in vielen Medien („Die Strompreise sind im Höhenflug“, „Schon wieder wird’s teurer“, „Auf Verbraucher wartet ein nächster Strompreisschock“) die Preise in den letzten 4 Jahren kaum gestiegen sind.

Häufig wird in solchen Berichten dann darauf verwiesen, dass die Energiewende durch die EEG – Umlage daran Schuld sei, dass Verbraucher jetzt mehr für Strom zahlen müssen. Das stimmt aber gar nicht, denn die Preise sind in den letzten 4 Jahren kaum gestiegen, obwohl sich der Anteil des Staates deutlich vergrößert hat. Im Gegenzug sind aber die Beschaffungspreise für die Versorger an der Strombörse in Leipzig gefallen.“

https://plus.google.com/115370714513283173392

Zur Studie: https://www.stromauskunft.de/strompreise/

Die Süddeutsche hat das jetzt mal aufgegriffen.
http://www.sueddeutsche.de/geld/energiewende-stagnierende-preise-1.3479221