eine positive vision der zukunft entwickeln – a positive vision for the future

Positiv im Sinne von:

  • nachhaltig (Über)Leben
  • in Harmonie mit sich selbst, der Natur und allem bewussten Leben
https://gutezitate.com/zitat/104685
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„Es muss sich alles ändern, damit (fast) alles so bleibt wie es ist“.

Was sich nicht ändern muss, sind diejenigen Methoden und Technologien die schon sehr sehr nachhaltig sind. (Werkzeuge die lange halten, einfach zu warten und zu pflegen sind und ohne fossile Brennstoffe auskommen)

Verrückt aber wahr, wenn das eigene (Über)Leben auf einem nicht-nachhaltigen d.h. nicht auf-dauer-machbaren d.h. nicht auf Kinder und Enkel-vererbbaren System und Ressourcen basiert, dann ist das Fundament einfach kein solides.

Über die gigantischen Problemberge die die Menschheit vor sich her schiebt, wissen wir schon genug, es flimmert jeden Tag auf diversen Kanälen auf und ab, die Zeitungen und Blogs sind voll davon.

Automatisch fokusiert sich das Evolutions-Gehirn auf das Negative (weil der Säbelzahntiger vorrang vor der schönen Frau hat, alle anderen Humanoiden sind ausgestorben/haben die Evolution nicht überlebt).

Deswegen mein Appell an alle (auch mich selbst): dass man nicht nur das Problem kommunizieren sollte, wenn man nicht wenigstens einen Lösungsvorschlag hat, und noch wichtiger: was kann jeder einzelne ganz konkret tun?

Es ist ganz wichtig, dass wir alle uns eine schöne Zukunft ausmalen und vorstellen.

Zurück in die „alte Welt“ von 1960 wird nicht gehen.

Es geht nur vorwärts, aber vorwärts in die Richtung die für alles bewusste Leben auf diesem Planeten gut sein sollte.

Was ist Deine positive Vision der Zukunft?

Zeichne! Male! Schreibe! Filme!

Meine positive Vision für die Zukunft:

  • Im Jahr 2035 leben 90% der Bevölkerung nicht mehr in Städten, sondern organisieren sich in kleinen voneinander unabhängigen nachhaltigen Gemeinschaften von bis zu 50 Personen (wenn die Gruppe grösser wird, muss eine neue unabhängige Selbstversorger Gemeinschaft gegründet werden, oder in Nachbar Gemeinschaften abgewandert werden)
  • Grossgrundbesitzer werden vom Staat finanziell entschädigt, wer mehr Besitzt als 10 Hektar / 10 Wohnungen / 10 Häuser muss diese an den Staat verkaufen, welcher wiederum die Aufteilung in sinnvolle Flächen für die Gemeinschaften organisiert.
  • Die Gemeinschaften dürfen nur so gross sein, dass alle an einen Tisch Platz haben und jeder innerhalb von einer Stunde wenigstens ein mal sprechen durfte
  • im Idealfall gibt es keinen Chef, alle sind ihr eigener Chef, was aber auch bedeutet, dass alle zu gleichen Teilen an Arbeit und Aufwand beteiligt sind, keiner darf den andere übervorteilen oder ausbeuten
    • bzw. wie später zu lesen: man kann auch diesen Hektar individuell bewohnen und bearbeiten d.h. jeder hat seine zuständige Fläche auf der Er/Sie sein Bestes geben sollte und von allen unterstützt werden sollte, sich wiederholt auf den Erträgen anderer ausruhen wird nicht tolleriert.
  • Von jeder Gemeinschaft wird ein „Kommunikator“ / Gesandten gewählt, welcher rege Kommunikation und Austausch mit den benachbarten Gemeinden organisieren MUSS (!) (in Form von Festen, Tausch-Märkten und auch wenn jemand die Gemeinschaft wechseln möchte)
  • Ein mal im Jahr trifft sich der durch Mehrheitswahl gewählte Kommunikator/Gesandten mit 50 weiteren Gemeinschaften (virtuell oder real) um sich auszutauschen und MUSS seine Erkenntnisse an alle in seiner Gemeinschaft wahrheitsgemäs wiedergeben.
  • Jede Familie kann aus bis zu 10 Personen bestehen, diese bewirtschaftet nachhaltig (zum Teil von Hand (tut einfach gut) zum Teil mit modernster „as simple as possible“ solar Betriebenen Maschinen, die schweren Arbeiten wie Erde umgraben und Unkraut jäten) einen Hektar fruchtbar gemachten Boden
  • d.h. jede Gemeinschaft kann aus bis zu 5 Familien mit je 10 Personen bestehen (es können auch Wahl-Familien-Strukturen sein d.h. es bedeutet nicht zwangsweise verwandtschaft)
    • Nicht jeder Boden ist von Anfang an gut, z.B. hat selbst der Amazonas wo keine Menschen „aus versehen“ den Wald gedüngt haben (Stichwort Terra Preta) auch nur 5cm Humus, aber man kann daraus was machen, aller Anfang ist schwer)
    • Vegetarischer Lebensstil, nicht nur in Indien: das halten von Hühnern zum legen von Eiern (bis zu ihrem natürlichen Tod) und Aquaponics / Hydroponics von Karpfen-Arten in Kombination mit Gewächshäusern in Kombination mit Wohnraum, kann für manche Gemeinschaften die sich nicht rein vegetarisch ernähren ein interessanter Ansatz sein und von den Neuen Alchemisten seit Jahrzenten erprobt.
  • Der Boden gehört dem Staat, d.h. allen.
  • Der 1 Hektar kann in klein pro-Familie Parzellen aufgeteilt werden, welche diesen wiederum in pro-Person Parzellen aufteilen kann, die Familie darf das Land kostenfrei auf unbestimmte Zeit bewirtschaften
  • die Häuser sollten unter Verbrauch von wenig Energie-Intensiven Materialien gebaut sein, und trotzdem Wind- und Wetterfest über Generationen sein, auch eine leichte Wartung der Gebäude muss vorgesehen sein
    • es müssen nicht 10 Personen in einem Haus wohnen, auch wenn das aus Gründen der effizienz natürlich wünschenswert wäre (man braucht nur einen Ofen anheizen)
    • es kann auch ein sehr individuelles Konzept gefahren werden, wo jede Person in seinem eigenen mobile Home lebt (evtl. zusammen mit Partner/Kinder) welche im Kreis stehen oder nahe bei einander und man sich die sanitären Anlagen teilt (so aktuell schon real in Tempelhof (dem „Elite“ Ökodorf (teuer)))
  • Heizung und Strom (Energie) wird mit Sonne, Wind, Holz oder Biogas erzeugt, wobei der ideale Weg wäre, im Sommer mit PV-Strom Wasserstoff oder CH4 (Methanisierung) für den Wintern zu speichern.
    • Holz und Biogas müssen aus nachhaltig bewirtschafteten Flächen kommen d.h. es darf nie mehr entnommen werden wie nachwächst, auch auf geschlossene Kreisläufe ist zu achten.
  • Handel und Müll:
    • Es muss nur noch das aller notwendigste, welches zu aufwändig ist in der Prodution im Supermarkt gekauft werden.
    • Biomüll und auch der Dung wird vor Ort in der Gemeinschaft kompostiert und fliesst zur Bereicherung der Humusschicht auf die Flächen (alles schon erprobt und funktioniert, die Neue Alchemisten sind Experten auf diesem Gebiet)
  • Ist bei einer Gemeinschaft trotz sorgfältiger Arbeit die Ernte schlecht, sind die umliegenden Gemeinschaften verpflichtet zu helfen
    • jede Gemeinschaft ist zu Vorratshaltung verpflichtet.
  • Gewalt ist nur anzuwenden, wenn alle Möglichkeiten ausgeschlöpft sind (last resort): Gewaltsame Übergriffe einzelner (krimineller) Gruppen kann mit Gewalt begegnet werden, dazu ist wichtig, dass sich die Gemeinschaften gegenseitig helfen und nicht gänzlich wehrlos sind.
  • Diebstahl und sonstige Vergehen können mit Entzug von Nahrung bestraft werden, d.h. spätestens nach 3 Tagen ohne Essen (maximal Straffe!!!), hat jeder wieder (hoffentlich) lust kooperativ, fair und ehrlich zu sein und merkt, dass man aufeinander und auf Vertrauen angewiesen ist.

Was ist mit Gesundheitswesen, Steuern, Wissenschaft, Kultur?

  • Das Gesundheitswesen sollte (wie in Kuba) eine Mischung aus staatlicher Finanzierung (Grundgehalt) sein und dem was jeder Patient in’s Wartezimmer mit bringt (einen Sack Kartoffeln z.B.)
    • die Prävention von Krankheiten hat absolute Priorität und Vorrang (durch einen jährlichen Checkup z.B.)
  • Niemand wird davon abgehalten sich kulturell zu engagieren (Musik, Theater, Malerei)
  • Steuern sind ein notwendiges Übel, sollten aber nicht mehr wie 5% überschreiten (vom jährlichen gesamt Brutto Einnahmen/Ernte)
    • d.h. ein ineffizienter Wasserkopf an Abgeordneten, Staat- und Verwaltung kann sich eine Gesellschaft einfach nicht mehr leisten
    • auch erwarte ich, dass wenn das Konzept gut funktioniert, Europäische Nachbarstaaten nachziehen und die Kriminalitätsrate extrem sinken sollte, weil jeder überleben kann und viel Arbeit zu tun hat 🙂
  • Die Wissenschaft muss unabhängig forschen können, hierfür ist eine staatliche finanziert notwendig, weil bei der Finanzierung durch Privat die Objektivität abhanden kommt und das Gegenteil von Wahrheitsfindungs eintritt.
    • natürlich können Unternehmen nach wie vor ihre eigenen Forscher im angestellten Verhältnis beschäftigen, allerdings muss auf den Veröffentlichungen direkt auf der ersten Seite deutlich sichtbar sein, welches Unternehmen die Ergebnisse finanziert hat.

Fazit:

Ja etwas heftig der Abschluss, aber bin überzeugt, dass das eine bessere, glücklichere, nachhaltigere Gesellschaft wäre als die die wir jetzt haben.