Bleihaltiges Erbe – Schwermetalle im Boden

Man kann einen Boomerang schon werfen – aber er kommt irgendwann zurück.

Obwohl in Deutschland seit 1988 verboten, liegt der Bleistaub der Automobilindustrie vergangener Jahrzehnte europaweit auf Gartenerde und Acker und wird von den angebauten Pflanzen aufgenommen – speziell vom Salat.

Aber auch Cadmium ist in den Abgasen und der Reifenabrieb ist auch nicht lecker.

Durch Verkehr- und Industrie-Abgase sinkt Cadmium und Blei-Feinstaub auf den Boden.

„Standort mit starkem Verkehr schneidet schlecht ab… Schwermetalle sind sehr stabil d.h. die bleiben im Boden und bauen sich nicht sonderlich schnell ab – wir treten ein Erbe an aus der Vergangenheit mit dem wir uns auseinandersetzen müssen.

Wir sind der Verkehr und müssen an diesem Punkt die Suppe auslöffeln welche wir uns selbst eingebrockt haben“

http://www.daserste.de/information/wissen-kultur/w-wie-wissen/videos/gift-im-gartenkraut-100.html

Lösung: Bete von der Strasse abschirmen – mit Hecken / Obsthölzer / Obststreucher – gut waschen dann gut essbar oder vom Boden isolierte Beete in Hochbeet-Kisten anlegen.

„Verbleites Normalbenzin wurde 1988 in Deutschland verboten; das Verbot von verbleitem Superbenzin folgte 1996.[16]“ (src)

„Früher wurden dem Benzin zur Erhöhung der Klopffestigkeit bleihaltige, metallorganische Verbindungen wie Bleitetraethyl zugesetzt („verbleites Benzin“). Bei der Verbrennung zersetzte sich die Bleiverbindung großteils thermisch, wobei Bleistaub in den Abgasen freigesetzt wurde. Im Gegensatz zum verbrannten, unlöslichen PbO2 ist das unverbrannte Tetraethylblei löslich, sehr bioaktiv und dadurch auch bei Kurzzeiteinwirkung in geringen Mengen schädlich.

Trotzdem wurde erst ab dem Jahr 1985 auf diesen Zusatz verzichtet. Im Jahr 2000 wurde es EU-weit verboten, da es auch die Funktion von Katalysatoren beeinträchtigt.

Ältere Sportwagen hatten durch das bleifreie Benzin Korrosionsprobleme an den Ventilsitzen. Der Bleibelag wirkte schützend. Schon vor dem Bleiverbot hatte man aber korrosionsfeste Ventilstähle entwickelt. Für ältere Fahrzeuge im Straßenverkehr sind noch Bleiadditive erhältlich.“ (src)